Die ganze Welt
der Blumenkübel
cart

Fiberglas Pflanzgefäße Info


Allgemeines über Fiberglas Pflanzgefäße

Fiberglas Pflanzgefäße erfreuen sich einer stetig steigenden Beliebtheit bei den Gartenfreunden und auch gewerblichen Kunden. Die Vorteile liegen zunächst einmal auf der Hand:

  • Wetterfest und nahezu frostsicher
  • Hohe Festigkeit
  • Geringes Gewicht
  • Hohe Formvielfalt

Als Nachteil steht der höhere Preis durch den manuellen Aufwand gegenüber.

Frostsicher? Fiberglas Pflanzgefäße sind natürlich nicht per se frostsicher. Es gibt viele verschiedene Arten von Fiberglas Pflanzgefäßen, entscheidend für die Frostsicherheit ist der Anteil am Zusatz von Gesteinsbestandteilen. Ist dieser Anteil aus Kostengründen hoch, kann sich dieser Zusatz mit Wasser vollsaugen und bei Frost platzen. Für uns als Versender ist ebenfalls nachteilig, dass dadurch die Bruchsicherheit nicht gegeben ist. Aus diesem Grund haben wir uns auch entschlossen, ausschließlich Fiberglas Pflanzgefäße ohne Gesteinszusatz zu verwenden.
Es hört sich zwar einfach an, aber wir haben fast 2 Jahre benötigt um den entsprechenden Partner zu finden, der auf unsere Ideen eingehen wollte oder konnte.
Im Übrigen spricht man zwar von Fiberglas Pflanzgefäßen, aber diese bestehen natürlich nicht aus reinem Fiberglas, diese wären viel zu spröde. Es ist vielmehr Polyresin (Kunstharz) mit Fiberglasmatten verstärkt. Die Mischung ergibt dann das Produkt.

Herstellung eines Fiberglas Pflanzgefäßes

  1. Zunächst wird ein positives Modell des Fiberglas Pflanzgefäßes aus Holz oder leicht zu bearbeitenden Kunststoff hergestellt. Positiv bedeutet in diesem Fall, dass das Modell identisch mit dem späteren Produkt ist (hier unser Modell Elemento).
    Positiv-Modell eines Pflanzgefäßes aus Holz oder Kunststoff
  2. Auf Basis des Positiv Modells wird eine Negativform aus Fiberglas erstellt, wobei Fiberglas hier nur für die Form notwendig ist und nicht für das Produkt an sich.
    Form für Fiberglas Pflanzgefäße
  3. Die Form wird intensiv nachbearbeitet, glatt geschliffen und poliert, damit ein späteres Entfernen des Pflanzgefäßes leicht möglich ist. Dies ist natürlich auch notwendig, damit die Oberfläche des späteren Fiberglas Pflanzgefäßes möglichst gleichmäßig ist und nicht mehr so intensiv nachbearbeitet werden muss.
  4. Die Form wird mit der ersten Lage Polyresin manuell bestrichen.
  5. Im nächsten Schritt werden die Fiberglas-Matten manuell aufgebracht und verklebt. In der Regel sind die Matten dreilagig, bei großen Pflanzgefäßen auch vierlagig, um eine größere Stabilität zu erreichen. Durch die 4 Lagen wird auch eine Durchbiegung bei großen Flächen verhindert.
  6. Nach ca. 24 Stunden wird das Pflanzgefäß aus der Form gezogen. Die Form muss natürlich so beschaffen sein, dass das Produkt auch entfernt werden kann. Es dürfen keine sogenannten Hinterschnitte entstehen. Deshalb kann man zwar nahezu beliebige Formen von Fiberglas Pflanzgefäßen erstellen, aber eben nur ohne Hinterschnitt.
    Fiberglas Pflanzgefäß Rohling
  7. Das Pflanzgefäß wird nun intensiv geschliffen. Für diese Arbeit ist Erfahrung und Feingefühl notwendig.
    Fiberglas Pflanzgefäß wird geschliffen
  8. Der Lackier- und Poliervorgang: Das Produkt ist in der Regel schon in der späteren Grundfarbe ausgeführt, das heißt, dem Polyresin wird schon die Farbe beigemischt. Dies reicht natürlich für eine attraktive Oberfläche nicht aus.
    1. Das Produkt wird gestrichen, z. B. unsere anthrazitfarbenen, verwaschenen Fiberglas Pflanzgefäße. Dies ist dann interessant, wenn ein rustikales Aussehen erreicht werden soll.
    2. Das Produkt wird in einer Spritzkabine lackiert, z.B. unsere Hochglanz Fiberglas Pflanzgefäße.
      fertiges Fiberglas Pflanzgefäß
    Nach dem ersten Streich- oder Lackiervorgang ist noch lange nicht Schluss. Der erste Vorgang dient in der Regel ohnehin nur der Grundierung. Erst danach zeigen sich eventuelle Unebenheiten. Diese werden manuell geschliffen, poliert und danach erneut lackiert. Bei Hochglanz Pflanzgefäßen kann dieser Vorgang insgesamt viermal durchgeführt werden.

Qualitätsmerkmale

Insgesamt steht ein hoher manueller Aufwand hinter jedem einzelnem Fiberglas Pflanzgefäß, aber nur so lässt sich eine hohe Qualität sicherstellen.

Trotz allem ist eine intensive Qualitätskontrolle vor Ort unbedingt erforderlich. Auch wenn es manchmal für beide Seiten anstrengend ist, lohnt es sich doch, weil am Ende ein gutes Produkt steht. Allerdings sind unsere asiatischen Partner sehr kooperativ und bringen auch immer wieder interessante Verbesserungsvorschläge. So werden neuerdings vorgefertigte Fiberglasmatten verwendet, die bei geraden Flächen eine nahezu perfekte Oberflächenqualität bieten. Das aufwendige Nacharbeiten wird damit drastisch minimiert. Ebenfalls sind bei runden oder gebogenen Oberflächen Fortschritte durch optimierte Formen in der Ebenheit erzielt worden.

Bei den Fiberglas Pflanzgefäßen für den Garten ist ein gewisses rustikales Aussehen ja auch interessant und erwünscht, wie man es von den Ton- und Steinkübeln bereits kennt. Bei den Hochglanz Fiberglas Pflanzgefäßen ist aber das Pflanzgefäß bereits das Kunstwerk und weniger die Bepflanzung. Natürlich erwartet der Kunde hier eine perfekte Qualität.

Auswahl des Partners

Unsere Partner kommen fast ausschließlich aus Asien, Ausnahme sind hier die Edelstahl Pflanzgefäße. Nicht dass wir unbedingt die großen Asienfans wären, aber ein so hoher manueller Aufwand ist leider in Deutschland nicht mehr bezahlbar. Nur wenige Kunden würden statt 70 Euro, 250 Euro für ein Fiberglas Pflanzgefäß bezahlen. Um den richtigen Partner in Asien zu finden, gibt es eigentlich nur eine Möglichkeit: Zunächst auf Messen (Messen in Asien sind wegen der wesentlich größeren Auswahl an Lieferanten vorzuziehen) eine Vorauswahl treffen, um dann diese Partner vor Ort zu besuchen. Nur so kann man auch sicher feststellen, ob es sich um einen Hersteller handelt. Alles andere als direkte Hersteller sind nicht zu empfehlen. Nicht nur der Preis, sondern vor allem die Qualität ist entscheidend. Von Sonderwünschen und gemeinsamen Produktentwicklungen ganz zu schweigen.

Daneben kann man natürlich auch in vielen asiatischen B2B Internetportalen nach Partnern suchen. Allerdings gibt es hier neben wenig Weizen auch viel Streu, wir haben dort schon vermeintlich interessante Firmen für Fiberglas Pflanzgefäße kontaktiert, die gar nicht existieren. Man fragt sich, wie diese Anbieter überhaupt in diese Portale gelangen, anscheinend ist den Betreibern die hohe Gebühr der Werbetreibenden wichtiger als Qualität.

Es gibt z. B. in China sehr viele Händler und Handelsagenturen, die Ihre Ware von Herstellern beziehen, die z. B. keine Exportlizenz besitzen oder keine Sprachkenntnisse besitzen. Diese Händler verkaufen die Ware verständlicherweise mit einem Aufschlag weiter. Diese Pflanzgefäße müssen nicht unbedingt schlecht sein, aber die Produkte kommen nicht immer unbedingt vom gleichen Hersteller. Qualitäts-, Form- und Farbunterschiede sind hier fast zwangsläufig. Von Sonderwünschen und gemeinsamen Produktentwicklungen ganz zu schweigen.

Alles in allem ist der Aufwand relativ groß bis zum qualitativ guten Fiberglas Pflanzgefäß. Wir haben es uns am Anfang leichter vorgestellt, aber vermutlich geht es allen so, die aus der anderen Welt etwas importieren. Auch nach einigen Jahren lernen wir immer noch dazu, aber insgesamt ist es immer noch interessant. Auch wenn es sich wie eine Floskel anhört: Es gibt nichts Schöneres für einen Lieferanten als einen zufriedenen Kunden zu haben.

Seite in der Desktop Version betrachtenSeite in der Mobilen Version betrachten